Agroforst-Forschung in Deutschland

Nachhaltige Landwirtschaft mit Bäumen: Agroforstsysteme – Agroforstwirtschaft

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Agroforst-Forschung in Deutschland
Die Forschung an Agroforstsystemen in Deutschland entwickelte sich zuerst in den Fachbereichen und Institutionen, die sich mit tropischen Systemen beschäftigten (H-J. von Maydell (Wikipedia-Link), Dr. Barbara Becker, u.a.). Diese Webseite hat ihren Schwerpunkt auf mitteleuropäischen modernen Agroforstsystemen. An diesem Thema wird in Deutschland explizit erst seit kurzem geforscht.

 

 

ERSTE ANFÄNGE

Aus den Ergebnissen von Schulz, 1936

Erste Forschungen zu silvoarablen Agroforstsystemen (Obstbäume in Reihen mit Gemüse oder Kartoffeln als Unterkulturen) wurden von Schulz bereits 1936 in Berlin-Dahlem unternommen, gerieten jedoch in Vergessenheit. Ein Bericht dazu in Englisch, der von Felix Herzog im Rahmen des SAFE-Projektes erstellt wurde:

Historical agroforestry experimentation in Europe



Im Juni 1994 in Berlin an der Humboldt Universität zusammen mit dem Institut of Forest Ecology (ZALF), Eberswalde ein „Internationales Symposium zur Agroforstwirtschaft: Agroforestry and Land Use Change in Industrialized Nations“ statt . Aktiv waren hier u.a. Prof. R.F.Hüttl sowie H.J. von Maydell vom Institut für Weltwirtschaft, BFA für Forst- und Holzwirtschaft/Hamburg.

Maydell, H.J. von: Vortrag auf dem Symposium: Agroforestry and Land Use Change in Industrialized Nations; Berlin 1994 .

Maydell, H.J. von: Agroforestry in central, northern and eastern Europe, 1995

Dabbert, S.: Agroforestry and land-use change in industrialized nations: a case study from Northeastern Germany.



Weitere frühe Arbeiten und Veröffentlichungen

G. Kapp 1984: Agroforstwirtschaft in Deutschland. Der Waldfeldbau im 18. und 19. Jahrhundert. in: Allgemeine Forst- u.Jadg-Zeitung 155. Jg. Seite 12 ff

Verena Diechtl 1992: Agroforstwirtschaft in Deutschland (Diplomarbeit an der Gesamthochschule Kassel (Witzenhausen))

Walter Griesmeir 1991: Agroforstwirtschaft in Mitteleuropa. In: Zeitschrift Garten Organisch; Nr. 3 - 5 / 1991; (jetzt: Natürlich Gärtnern, Organischer Landbau Verlag, Xanten)

Felix Herzog 1996: Konzeptionelle Überlegungen zu Agroforstwirtschaft als Landnutzungsalternative in Europa (Agroforestry, an alternative Form of Land Use for Europe – Conceptual considerations)

Felix Herzog: Stand der agroforstlichen Forschung in Europa, 1997

Details siehe Literatur

Als erste Veranstaltungen, die sich an alle Interessierte – Wissenschaftler, Praktiker und interessierte Laien richtete, fanden 1999 und 2000 die Agroforst-Tage statt, organisiert vom BTQ, Burkhard Kayser und Joe Engelhardt.




 


AGROFORST-FORSCHUNG IN DEUTSCHLAND HEUTE





 

Verbundprojekt agroforst (beendet)

Im April 2005 ist das Forschungsvorhaben zur Agroforstwirtschaft „agroforst“ in Freiburg gestartet. Es lief bis Herbst 2008. „Im Rahmen dieses vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojektes agroforst (Förderkennzeichen 0330621) sollen kombinierte agroforstliche Bewirtschaftungskonzepte näher untersucht werden. Es soll geklärt werden, ob diese als Alternativen zu den bislang räumlich streng getrennten land- bzw. forstwirtschaftlichen Nutzungen in Frage kommen, insbesondere in Gebieten, die von einem starken Rückgang der Landwirtschaft und damit verbunden einem hohen Aufforstungsdruck betroffen sind.“ (Zitat der Webseite)

Mehr Infos unter www.agroforst.uni-freiburg.de

Schlussbericht Agroforst - Teilprojekt Landwirtschaft www.landwirtschaft-mlr.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/show/1248929/ltz_Schlussbericht%20Agroforst%20-%20Teilprojekt%20Landwirtschaft.pdf     160 Seiten; 4.8 MB





           Dieses Poster ist auf der Webseite verfügbar.

F+E-Vorhaben: „Agroforstwirtschaft und Naturschutz“

Im November 2008 startete im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (FKZ 3508 88 0600, Laufzeit 11/08 – 10/10) das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben am 'Lehrstuhl für Strategie und Management der Landschaftsentwicklung' der TU München.

„Zentrale Aufgaben des Projektes bestehen [...] darin, Agroforstsystemen in Modellräumen unter Einbeziehung wirtschaftlicher Aspekte zu bewerten, naturschutzfachlichen Anforderungen an und Empfehlungen für Agroforstsysteme in Deutschland zu formu­lieren, und Empfehlungen zur Anpassung und Weiterentwicklung rechtlicher und fördertechnischer Instrumente abzuleiten, durch welche die Etablierung ökonomisch und naturschutzfachlich viel versprechender Agroforstsysteme gefördert werden kann.„ (Zitat der Webseite)

Mehr Infos unter www.landschaftsentwicklung.wzw.tum.de/index.php?id=37





Erzeugung von Biomasse durch Alley-Cropping (Brandenburg)   Versuchsanlage im Rahmen der Rekultivierung von Schüttsubstraten im ehemaligen Braunkohlen-Tagebau in der Lausitz.

Bearbeitete Fragestellung: Interaktion von Wurzelsystemen schnellwachsender Baumarten und Feldkulturen in Alley-Cropping-Systemen

Die Fläche wurde aufgrund einer nochmaligen Überkippung im Zuge der Rekultivierung aufgegeben. Eine neue Fläche befindet sich im Aufbau und wurde in 2007 angelegt. In einem Verbundvorhaben wurden weitere Aspekte untersucht.



Brandenburgische Technische Universität Cottbus - Fakultät Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik - Institut für Boden, Wasser, Luft - Lehrstuhl für Bodenschutz und Rekultivierung, Konrad-Wachsmann-Allee 6, 03044 Cottbus

Prof. Dr. Reinhard F. Hüttl, E-Mail: huettl@tu-cottbus.de

www.tu-cottbus.de/bodenschutz/deutsch/index_de.htm

http://fnr-server.de/cms35/fileadmin/allgemein/pdf/veranstaltungen/agroforst_2006/8-Alley-Cropping-BTU.pdf

Verbundvorhaben: Ökonomische und ökologische Bewertung von Agroforstsystemen [fnr-server]

 

 

 
EINZELVORHABEN

 

Gehölze als Futter für Kleinwiederkäuer

Ernährungsphysiologische und gesundheitliche Wirkung der Fütterung von Gehölzen bei Schafen und Ziegen“, ein Versuch des Instituts für ökologischen Landbau, Trenthorst. Der Versuch ist 2004 abgeschlossen, bis dahin aber noch nicht ausgewertet.

www.oel.fal.de > Jahresbericht 2004, Punkt 4.1, Seite 20

Artikel: Rahmann G. (2004) Gehölzfutter - eine neue Quelle für die ökologische Tierernährung. Landbauforschung Völkenrode SH 272. Seiten 29-42.

www.orgprints.org/8735/01/104_Gehölzfutter.pdf



 

 

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